Bohemian Rhapsody – Film Review

Nur seine Geschichte war noch ausergewöhnlicher als Ihre Musik. Dieser Slogan ziert das Film Poster von Bohemian Rhaphsody einem Biopic über Freddy Mercury dem Leadsänger von Queen. Das seine Geschichte und die Musik von Queen ausergewöhnlich ist, daran besteht kein Zweifel. Wir stellen uns aber nun die Frage: schafft es der Film diese Geschichte auch zu transportieren und dadurch ein ausergewöhnliches Erlebnis zu schaffen? Vor beginn dieser Review möchte ich noch anmerken, dass ich diesen Film als Film und nicht als Biographisches Werk beurteilen werde. Ich werde Zwar auf Fehler und Auslassungen eingehen, diese aber nicht in die Wertung einfließen lassen.

Beginnen wir mit der Geschichte des Films. Diese erzählt den Werdegang von Queen und Freddy Mercury und beginnt damit dass der junge Farrokh Bulsara (Rami Malek) die beiden Musiker Brian May (Gwilym Lee) und Roger Tyler (Ben Hardy) und deren Band Smile kennenlernt kurz nachdem diese Ihren Leadsänger eingebüßt haben. Kurz nachdem Farrokh bei Smile eingestiegen ist ändert dieser seinen Namen und nennt sich Freddie Mercury, der name mit dem er es zu Weltruhm bringen sollte. Später wird noch John Deacon (Joseph Mazzello) als Bassist verpflichtet und Freddy überzeugt kurz darauf die anderen Bandmitglieder den Namen der Band in Queen zu ändern. Mit dieser Änderung beginnt der Aufstieg einer der Größten Rockbands aller zeiten.

Zeitlich spielt der Film zwischen 1970 und dem Live Aid Konzert 1985 welches von Bob Geldorf organsiert wurde und helfen sollte den Hunger in Afrika zu bekämpfen. Der Film beginnt und endet mit diesem legendären Auftritt im Wembley Stadion. Somit fühlt sich der Film nach einer runden Reise durch zweieinhalb Jahzehnte Queen vollgepackt mit deren größten hits an. Songs wie Radio Ga Ga, We will Rock you, We are the Champions, killer queen und nicht zu vergessen das namensgebende Bohemian Rhaphsody die natürlich in einem Film über Queen nicht fehlen dürfen.

Bohemian Rhaphsody erzählt somit nichts neues, bereitet die bekannte Geschichte von Queen interressant und spannend auf auch wenn der Film einige Ereignisse in falscher Reihenfolge erzählt und manche Songs zu einem Zeitpunkt gespielt werden. Dies wirkt als Zuschauer aber nicht störend sondern unterstützt den Spannungsbogen des Films.

Vorallem lebt Bohemian Rhaphsody von den spannungen zwischen den einzelnen Charakteren und der Dynamik innerhalb der band. Diese Momente sind gut inszeniert und wirken vorallem in Ihren Nahaufnahmen sehr stark.

Am meisten wird aber im Film das Leben Freddy Mercurys beleuchtet und zeigt dessen Aufstieg vom Ausenseiter zu einer der größten Rockikonen aller Zeiten. Aber auch dessen tiefste Punkte von seinem anfänglichen Problem mit seiner Sexualität über seine Drogenexzesse bis zu seinem hadern mit sich selbst. Aus diesem Grund wirkt der Film an einigen stellen sehr melancholisch. Gleicht dies aber auch mit humorvollen stellen aus.

Was man aber bei Bohemian Raphsody besonders hervorheben muss ist die Leistung von Rami Malel als Freddy Mercury. Dieser stellt den Rockstar sehr authentisch dar, an einigen stellen vergisst man das es sich nicht um die echten Freddy und nicht um die echte Band handelt. Ich habe mir einmal im nachgang des Filmes den originalen Live Aid auftritt von Queen angesehen und habe mir erst überlegt ob das nicht doch ausversehen die Szene aus dem Film ist.

Der Film lebt von dieser Authenzität, da so die Konflikte und Triumphe der Charaktere noch emotionaler und realistischer wirken. Schade sind deswegen Szenen in denen diese Authentizität durchbrochen wird. Für mich hier wirklich störend war hier nur die CGI Menschenmenge beim Live Aid auftritt, als ich mich aber im Nachgang mit anderen darüber unterhielt meinten diese dass sie es nicht als störend empfunden haben.

Fazit:

9/10 Punkten

An diesem Film gibt es nur wenig auszusetzen die Schauspieler überzeugen und das Bild transtportiert die Geschichte sehr gut. Auch wenn noch an ein paar eckchen nachgebessert werden könnte ist Bohemian Rhaphsody ein tolles Erlebnis und ein Muss für jeden Queen Fan. Aber auch nicht Queen Fans kommen hier auf ihre kosten da der Film trotz allem sehr zugänglich bleibt. Es sollte aber keine Historisch korrekte aufarbeitung Freddy Mercurys Leben sondern ein unterhaltsamer Film erwartet werden.

Über Jonas Holtz 40 Artikel
Gründer und Cheafredakteur von WFX-Creative. Seine Begeisterung für Filme, Spiele und Popkultur jeglicher art veranlasste ihn dieses Portal ins leben zu rufen.

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